Neues Kapitel. Teil 2

Hallo meine Lieben! 


Ja, so schnell kann es gehen… Es ist immer wieder erschreckend wie schnell sich ein Mensch an eine Situation gewöhnen und jene annehmen kann… 

Seit genau 4 Tagen wohne ich nun alleine und langsam aber sicher groove ich mich mit mir ein. 😄 Ich erinnere mich ständig selber daran, dass ich ja jetzt alles alleine machen muss, sprich, wenn ich eine Gabel abwasche muss ich diese auch wieder weglegen. Da herrscht in einem 4-Personen Haushalt eine andere Art der Arbeitsteilung. 😄

Seit Dienstag began auch die Einführungsveranstaltungen inklusive Mathebrückenkurs… 6 Stunden (ja Zeitstunden… Keine akademischen Stunden) am Tag! Klingt zum weglaufen, ich weiß. Aber ich muss gestehen, mir macht es sogar Spaß. Der Dozent ist nett und entspannt und ich liebe diese Studienatmosphäre! 

Der Vorteil am Studium ist ja, dass du dein eigener Herr bist, ob du zur Vorlesung gehst, ob du dort schläfst oder aufpasst oder mitschreibst oder eben nicht. Der Nachteil ist natürlich dabei, dass dich keiner erinnert, sondern deine Motivation muss von dir kommen. Irgendwie ist das genau mein Ding! 🙈

Kommen wir zu dem schmerzlichen Punkt… Heimweh… 

Ich hatte als Kind immer viel und sehr schnell Heimweh, was sich später dann legte, sodass ich auch einmal bei einer Freundin übernachten konnte. Aber meine Gefühle als Kind sind nichts zu denen von jetzt. Es ist wirklich hart. Viel härter als ich mir vorgestellt habe. 

Ich habe mich gefragt, was es ist, was mich traurig macht. Ich meine, meine Eltern bleiben meine Eltern, mein Bruder mein Bruder und meine Freunde meine Freunde… Aber es wird nie wieder so sein, wie früher. Das ist es was mich traurig stimmt. Manchmal, wenn ich einen Gedankenzug habe sage ich mir innerlich sowas, wie „Ach das mache ich dann so und so zu Hause“, nur das ich dort nicht mehr lebe. Ich weiß, dass ich dort immer hin kann und auch über einen längeren Zeitraum bleiben kann… Trotzdem wohne ich jetzt hier. 

Diese Tatsache ist vielleicht in meinem Körper, aber noch nicht in meinem Kopf und Herzen präsent und ich gebe mein Bestes daran zu arbeiten und mein zu Hause Potsdam für mich zu entdecken.

Hattet ihr schon einmal starkes Heimweh? 

Kussi, 

Eure Marlene ❤️
 

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2 Gedanken zu “Neues Kapitel. Teil 2

  1. Bei mir hat es ca. ein halbes Jahr gedauert bis ich meine neue Bleibe als Zuhause richtig anerkannt habe. Ich bin in dem halben Jahr einige Male zu meinen Eltern gefahren (andere Seite von Deutschland), aber irgendwann hat es sich angefühlt als fahre ich meine Eltern besuchen und nicht als fahre ich nach Hause. (Da meine Eltern in der Zwischenzeit umgezogen sind und ich somit kein Zimmer mehr hatte, war das Zuhause meiner Eltern einfach automatisch nicht mehr mein Zuhause.) Gib dem Ganzen ein bisschen Zeit!

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