Wenn Träume wahr werden.

Lang, lang ist es her, dass ich mich hier bei Euch gemeldet habe.

Allerdings ist auch einiges passiert!

Während meinen ersten Semesterferien habe ich genug Zeit gehabt, um mein momentanes Leben zu überdenken und zu reflektieren, ob Entscheidungen, die ich in der Vergangenheit getroffen habe, auch so zielführend sind, wie ich mir das erhoffte. Ich denke, dass es wichtig ist immer Mal einen „step back“ zu gehen, um das große Ganze zu betrachten. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass die Entscheidung zum Studium der BWL nach Potsdam zu ziehen, alleine zu wohnen, ohne Jemanden zu kennen und sozusagen komplett von vorne anzufangen, genau das Richtige war, was die Marlene, die ich im Sommer 2016 war, brauchte. Das hört sich jetzt so an, als dass ich ein komplett anderer Mensch geworden bin. Das ist auch so. Nur, dass ich jetzt ich bin.

Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich, obwohl ich dachte mich sehr gut zu kennen, überhaupt gar nichts über mich wusste, bzw. alles über mich vergessen hatte. Die Schule ist ein großartiger Ort, um zu lernen sich anzupassen und der zu sein, den alle haben wollen. Und damit möchte ich um Gottes Willen die Schule nicht verteufeln, denn sie bietet die Möglichkeit dich zu bilden, was in der heutigen Gesellschaft eins der größten Güter ist. Und wir in Deutschland haben das unfassbare Privileg diese Möglichkeit umsonst zu bekommen! Scheinbar ist es der Lauf der Dinge, dass man Möglichkeiten erst später beginnt Wert zu schätzen.

Allerdings hat Alles im Leben zwei Seiten. Und die Schule hat das auch.

Es liegt zu 100% an mir, dass ich immer das Gefühl hatte, nicht ich zu sein oder nicht genug zu sein. Oder anders zu sein. Und das hat mich auch, vor Allem die letzten Jahre meiner Schulzeit, sehr beschäftigt. Ich fühlte mich nur zu Hause wie ich selbst, weshalb meine Familie ein so großer Anker für mich darstellt.

Im Sommer 2015 machte ich einen Musicalworkshop in Hamburg und fühlte mich so befreit wie noch nie. Meine Leidenschaft und Begeisterung (die ich viel zu schnell, viel zu viel habe) stieg ins unermessliche. Schon als kleines Kind wollte ich immer auf die Bühne, um Leute zu unterhalten, zum Lachen zu bringen, zum Weinen zu bringen und ja vielleicht bin ich auch eine kleine Rampensau und Dramaqueen. War ich schon immer. 😀

Ich beschloss, dass ich genau das machen möchte! Ich began also mich während meines Abiturs für alle möglichen Aufnahmeprüfung in Deutschland und Österreich vorzubereiten und dank meiner Eltern machte ich im Frühjahr 2016 eine Tour durch Deutschland, mit der festen Überzeugung, dass es klappt. Doch nichts klappte.

Ich erinnere mich noch daran, wie tief traurig ich war, da ich doch etwas so sehr wollte, aber das Gefühl hatte, dass mich keiner lässt. Schon wieder hatte ich das Gefühl nicht ich selbst sein zu dürfen.

Ich erkannte jedoch, dass es wichtig für mich sei raus zu kommen, um mich selber kennen zu lernen. Da ich unbedingt weiter lernen wollte entschied ich mich für einen Studiengang, der das inkludiert, was ich noch kann. Planen. Da ich schon immer in Berlin wohnen wollte und mir die Uni in Potsdam sehr gut gefiel und ich eine Zusage erhielt (was total überwältigend war, nach allen Absagen) entschied ich mich dort hin zu gehen.

Meine Heimweheinträge und meine ersten Tage hier könnt Ihr in älteren Beiträgen nachlesen. 🙂

Und während meiner Semesterferien wurde mir bewusst, dass meine Leidenschaft immer noch brodelt.

Also beschloss ich nach meinem Bachelor es noch einmal zu versuchen und mich bis Sommer 2019 bestmöglich dafür vorzubereiten. Von meinen Eltern erhielt ich das go einen zweiten Studiengang in Erwägung zu ziehen, auch wenn dieser dann privat sei.

Um meine aktuelle Fitness im Bereich Musical (welchen ich nicht sonderlich hoch einschätzte) zu testen machte ich einen Workshop in Düsseldorf von der Stage School in Hamburg, welchen man auch als Aufnahmeprüfung gelten lassen kann, was ich vorerst nicht tat.

Nachdem ich wieder die Zeit meines Lebens lebte und unfassbar tolle Menschen kennen lernte, dachte ich, ok probierst du es als Aufnahmeprüfung.

Und… ich bekam eine Zusage für einen Studienplatz ab Sommer 2019. Ich kann es immer noch nicht glauben und realisiere es noch überhaupt nicht. Während ich das hier schreibe weine ich, mal wieder. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie glücklich ich bin.

Mit diesem Beitrag möchte ich Jeden der das liest ermutigen an seine Träume zu glauben und selbst, wenn alles dagegen zu sein scheint, weiter zu kämpfen.

Du bist großartig, wie du bist. Und Du hast das Recht genau der zu sein, der Du sein willst. Du hast das Recht geliebt zu werden und Du hast das Recht zu lieben.

Und das wichtigste…. Du hast das Recht Dich zu lieben.

Alle Fehler, alle Makel, alle Träume, alle Hoffnungen, alle Wünsche machen Dich zu dem der Du bist. Und Du bist gut genug.

Leider erkenne ich das auch erst seitdem ich ausgezogen bin und sozusagen „nur“ mich hatte. Und es fällt mir tagtäglich schwer, dass zu akzeptieren. Aber ich weiß, dass es richtig ist. Vielleicht schaffen wir es gemeinsam uns immer zu lieben? ❤

Ich möchte Euch einladen, auf die Reise der „Vorbereitung“ auf meinen Traum. 😀 Und alles was dabei passiert. Denn ich habe meine Fitness echt schleifen lassen, nachdem ich auszog… 😀

Was sind Eure Träume? Und ich meine Träume, die so sehr prickeln, dass Ihr Euch gar nicht traut jemandem davon zu erzählen.

Ich bin sehr gespannt darauf von Euch zu erfahren!

In Liebe,

Marlene

 

 

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